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Crailsheim 1906

Crailsheim hatte 5 747 Einwohner, 547 Crailsheimer waren katholisch und 308 jüdisch.
(Hall hatte damals 9 340 Einwohner, Gerabronn 1 267).

Stadtschultheiß war seit 1899 Hugo Sachs, Bruder des verstorbenen Vorgängers Leonhard Sachs.
Crailsheim wurde 1810 Oberamtsstadt und gehörte zum Königreich Württemberg.
Regent war Wilhelm II. (geb. 1848), der seit 1891 regierte.

Das Land gehörte zum 1871 gegründeten Deutschen Reich, der regierende Kaiser war Wilhelm II, der ab 1888 regierte. Reichskanzler war Fürst von Bülow.

Crailsheim gehörte zum Wehrbezirk Mergentheim
(Adjutant des Kommandeurs war Oberleutnant Freiherr von Crailsheim.)

Das Bezirksbauamt war in Ellwangen.

Das Amtsgericht Crailsheim unterstand dem Landgericht in Hall.
In Crailsheim zugelassene Rechtsanwälte: Dallinger, Keppler.

Die zuständige Handelskammer hatte ihren Sitz in Heidenheim,
die Handwerkskammer in Heilbronn.

Der Straßenmeister in Crailsheim hieß Zetsche.

Die Freiherren von Crailsheim:
Kraft von Crailsheim , Oberleutnant a.D. lebt in Amerika
Alfred, Oberstleutnant, Schloss und Rittergut Morstein, OA Gerabronn
Arthur, Berlin
Oskar, Oberleutnant, Infanterieregiment 121 in Ludwigsburg
Gustav Adolf, Oberleutnant, a.D., Schloss und Gut Hornberg
Kurt, Leutnant in der Schutztruppe Deutsch-Südwestafrika
Wilhelm, München.




Das Oberamt Crailsheim
gehörte zum Jagstkreis (vergleichbar mit einem Regierungsbezirk)
Das Oberamt hatte   26 122 Einwohner, davon waren 22 528 evangelisch, 3 217 katholisch und 320 jüdisch.
Oberamtmann: Reusch
Amtmann: Ekert
Oberamtssekretär: Brodbeck
Oberamtsarzt: Dr. Mühlberger
Oberamtswundarzt: Dr. Drachter
Oberamtstierarzt: Bontz
Oberamtspfleger: Lang
Oberamtssparkassier: Fick, Oberamtsbautechniker: Hartmann
Oberamtsstraßenmeister: Waldmann
OAForstamt: Oberförster Mayr
Oberamtsrichter: Dr. Bertsch
Amtsrichter: Kögel
(Das Königlich Statistische Landesamt nannte die Namen ohne Vornamen.)






Kirchen 1906
Die Stadt besaß eine evangelische Kirche, die Johanneskirche, die Liebfrauen- Kapelle neben dem Rathaus, die katholische Kirche und die Synagoge.

Dekan der evangelischen Gemeinde war Lic. Friedrich Hummel,
Der Stadtpfarrer hieß Theophil Laißle, er war auch Bezirksschulpfarrer für die evangelischen Kirchen.
Pfarrer der katholischen Kirche war Roman Strehle.

Die Synagoge war noch immer am alten Platz – erwogen wurde ein Neubau.
Der Rabbiner - Dr. Berlinger - saß in Braunsbach, der Israelit in Unterdeuffstetten.


Schulen 1906
Es bestand Schulpflicht - aber für den Besuch musste Schulgeld bezahlt werden.


-
Kleinkinderschule, Spitalstraße 4, Leiterin seit 1879 Kindergärtnerin Karoline Mayer.

- Volksschule für Knaben war ist nun in der Schönebürgstraße und heißt (vorläufig)
Leonhards-Schule. Leiter war Oberlehrer war Friedrich Strehle.

- Volksschule für Mädchen, weiterhin hinter der Johanniskirche.

- Die Realschule für Knaben ist inzwischen 8klassig und mit der zweiklassigen Lateinschule verbunden. Der Name ist Realschule mit Lateinabteilung. Leiter ist Rektor Prof. Fleischmann
Lehrer sind: Die Oberreallehrer Dederer, Klein und Strauß; Oberpräzeptor Dölker, Präzeptor Dölker, Reallehrer Hofmann sowie ein Hilfslehrer.

- Katholische Volksschule, Ecke Schillerstraße
Leiter: Friedrich Strehle
- Israelische Schule (bis 1923)
Leiter war Friedrich Strehle

- Frauenarbeitsschule, Spitalstraße 2

- Kleinkinderschule, Spitalstraße 4


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