Crailsheim-Zeitgeschichte eine Internetseite von Dr.rer.pol.Armin Ziegler gewünschte Kapitel bitte anklicken
Crailsheim-Zeitgeschichteeine Internetseite von Dr.rer.pol.Armin Zieglergewünschte Kapitel bitte anklicken

Das Jahr 1932

Reichspräsident war Paul von Hindenburg.
 

Zu Beginn des Jahres 1932 war die Regierung Brüning (Zentrum) im Amt.
Sie war durch den Reichpräsidenten mit Berufung auf den Artikel 48 der Verfassung (Notverordnung) berufen worden, da keine Mehrheit im Reichstag zustande kam.

Januar
1. Januar:        Es treten auf Grund einer Notverordnung Preissenkungen von 10 Prozent u.a. bei Eisen, Glas, Zement in Kraft.

Die Zahl der Motorfahrzeuge hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert.
Es gibt 430 000 PKW (1931 = 480 000), 152 000 LKW (156 000),
301 000 Motorräder (360 000).

2. Januar:        Im Hamburger Hafen liegen 175 Schiffe mit 770 000 BRT still.

 

6. Januar:        Reichskanzler Brüning erklärt in Berlin dem französischen und britischen Botschafter, dass Deutschland keine Reparationsleistungen mehr leisten kann.

15. Januar:      Die Zahl der Arbeitslosen ist auf 5 966 000 gestiegen.

17. Januar:      Das Reichsverkehrsministerium gibt die Numerierung der der wichtigsten Fernstraßen bekannt. Reichstraße Nr 1 ist die von Aachen nach Königsberg.

18. Januar:      Die Reichsregierung gibt bekannt, dass bisher an Sach- und Finanzleistungen
für Reparationen 53 Milliarden RM geleistet wurden.
           
31. Januar       Die tägliche Arbeitszeit in der Industrie beträgt 6,52 Stunden.

Februar

Im Februar wurde der Höchststand der Arbeitslosigkeit mit 6,1 Millionen erreicht
– innerhalb eines Jahres war das eine Zunahme von einer Million.

3. Februar:      Mit 919 Millionen RM steht die deutsche Ausfuhr in die Sowjetunion an
2. Stelle im deutschen Außenhandel und an 1. Stelle in der sowjetischen Einfuhr.

9. Februar:      Siemens u. Halske gibt das Jahresergebnis 1931 bekannt. Aus dem Gewinn wird eine Dividende von 9 Prozent gezahlt (1930 = 14 Prozent).

Auf dem Berliner Flughafen Tempelhof werden Flugzeuge für den Eigenbau vorgestellt,

die 3 500,- RM kosten.

12. Februar:    Die deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten vergibt zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Wasser- und Bahnarbeiten.

13. Februar: Opel gibt bekannt, 1931 19 406 Kraftfahrzeuge verkauft zu haben. Deutlich mehr als die anderen Hersteller.

15. Februar:    Im Januar wurden knapp 9 000 Arbeiter im Ruhrbergbau arbeitslos. Zum 28, Februar wurden nochmals 5 800 Arbeitern gekündigt. In diesem Wirtschaftszweig sind noch 220 000 Menschen beschäftigt.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland steigt auf 6,1 Millionen Menschen.

17. Februar:   Der Allgemeine deutsche Gewerkschaftsbund fordert die 40 Stundenwoche.

20. Februar:    Der Norddeutsche Loyd feiert sein75 jähriges Bestehen. Mit seinen Schiffen „Bremen“ und „Deutschland“ besitzt er das Blaue Band des Nordatlantik.

25. Februar     Adolf Hitler wird deutscher Staatsbürger. Der NS-Innenminister des Freistaates Braunschweig ernennt ihn zum Regierungsrat.

Die Börsen werden wieder geöffnet.

Die Vereinigten Stahlwerke geben für das Geschäftsjahr 1931 einen Verlust von 22 Millionen RM an, der Umsatz war um 30 Prozent zurückgegangen.

27. Februar:    Die KPD gibt die Aufstellung von Thälmann bei der nächsten Reichspräsidentenwahl bekannt. Die NSDAP stellt Adolf Hitler auf. Hindenburg kandidiert wieder.

28. Februar:    Die Vereinigten Stahlwerke und die Friedrich Krupp AG kündigen größere Entlassungen an.



März

2. März:          Die AEG meldet für 1931 einen Verlust von 20 Millionen RM und einen Umsatzrückgang von 30 Prozent an. Krupp gibt seinen Verlust mit 10 Millionen RM an.

Deutschland hat die höchste Arbeitslosenquote in der Welt. Auf 1000 Erwerbsfähige entfallen 275 Arbeitslose.

6. März:          In Leipzig wird die Frühjahrsmesse eröffnet. In vielen Nischen tut sich mehr als die Wirtschaftsentwicklung vermuten ließ.
Das Reich hält die Genossenschaftsbanken liquide.

Der Ozeandampfer „Bremen“ der Norddeutschen Lloyd stellt auf der Überfahrt nach Amerika mit 4 Tagen und 17 Stunden einen neuen Weltrekord auf.

8. März:          Der Fehlbetrag im Reichshaushalt beträgt 1 163 Millionen   RM.

Eine Notverordnung verbietet den weiteren Bau von Einheitspreisgeschäften in Städten unter 100 000 um die mittelständischen Betrioebe zu schützen.

12. März: der Reichswirtschaftsrat gibt bekannt, dass wichtige Zweige der Industrie nur noch 30 Prozent ihrer Kapazität arbeiten.

 

13. März:        Hindenburg verfehlt im ersten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl die notwendigen Stimmen. Hitler auch deutlich – bekommt aber etwa doppelt so viel wie Thälmann.

Die Gesamtauflage von Hitlers „Mein Kampf“ erreicht 147 000.

19. März:        Der Reichswirtschaftsrat gibt die Absicht für ein Arbeitsbeschaffungsprogramm bekannt. Auf den Gebieten der Reichsbahn, der Reichspost, des Straßenbaus und des Hochwasserschutzes sollen Arbeiten vergeben werden.

20. März:        Das Luftschiff „Graf Zeppelin“ nimmt den Linienverkehr nach Südamerika auf. Hin- und Rückfahrt kosten 3 500,- RM.

22. März:        Die Junkers-Werke in Dessau müssen wegen Zahlungsschwierigkeiten das Vergleichsverfahren beantragen.

23. März:        Die Sowjetunion erteilt der deutschen Wirtschaft einen Auftrag über 300 000 Tonnen Walzeisen.

30. März:        Der Berliner Internist Prof. Dr. Hermann Zondek wird nach Moskau berufen, um den erkrankten Generalsekretär der KPdSU Stalin zu behandeln.


April

1. April:          Die Zahl der Rundfunkteilnehmer ist auf über 4 Millionen gestiegen.

4. April:          Der letzte deutsche Kriegsgefangene, der Lehrer Alfons Schwartz aus Kehl kehrt aus der Kriegsgefangenschaft in Französisch-Guayana zurück.

10. April:        Beim 2. Wahlgang der Reichspräsidentenwahl siegt Paul von Hindenburg
mit 19,3 Millionen Stimmen vor Adolf Hitler (13,4 Millionen) und Ernst Thälmann (3,7 Millionen).

13. April:        Durch Notverordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung der Staatsautorität werden SA und SS verboten.

15. April:        30 Prozent der deutschen Handelsflotte liegen still.

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels gibt für 1931 bekannt, dass Neuauflagen und Erstausgaben 1931 gegenüber dem Vorjah von knapp 27 000 auf 24 000 zurückgegangen sind.

23. April:        Die Sowjetunion gibt der deutschen Schwerindustrie einen weiteren Auftrag über 150 000 Tonnen Walzmaterial.

24. April:        Landtagswahlen in Württemberg.

25. April:        Die Zigarettenfirma Reemtsma bringt die neue Zigarette R 6 auf den Markt. Sie kostet 4 Pfennig.



Mai

Die Landtagswahlen i nWürttemberg am 24. April 1932 hatten für kein Lager eine Mehrheit erbracht. Da die NSDAP mit 23 Sitzen die stärkste Fraktion im 60-Sitze-Landtag bildete, stellte sie mit dem Haller Alt-Nationalsozialisten Christian Mergenthaler den Landtagspräsidenten. Die konservative Regierung mit dem Zentrumsmann Eugen Bolz als Staatspräsident (Ministerpräsident) an der Spitze - seit 1928 im Amt - blieb geschäftsführend.

Das Kabinett in Württemberg:
Ministerpräsident: Eugen Bolz, Zentrum
Inneres: Eugen Bolz, Zentrum
Justiz: Josef Beyerle, Zentrum
Kultus: Wilhelm Bazille, Deutschnationale Volkspartei (DNVP)
Finanzen: Alfred Dehlinger, Deutschnationale Volkspartei (DNVP)
Wirtschaft: Reinhold Maier, Deutsche Demokratische Partei (DDP)
Staatsrat: Johannes Rath, Deutsche Volkspartei (DVP)

1. Mai:            Die Lufthansa setzt auf der Strecke Berlin-London erstmalig das Flugzeug J 52 ein.

9. Mai:                        Der Reichstag tritt wieder zusammen. Noch keine Gesetzesvorlagen.

21. Mai:          Auf einem Versuchsgelände der Insel Wangeroode werden Raketen in eine Höhe von 8 000 Meter über eine Entfernung von 8 Kilometern abgeschossen.

                        Es kommt in mehreren deutschen Großstädten wiederholt zu Straßenschlachten zwischen KPD und NSDAP.

28.Mai:           Ein deutsch-sowjetisches Zollabkommen wird abgeschlossen.

30. Mai:          Die Regierung Brüning tritt zurück.


Juni
1. Juni                         Der Reichpräsident setzt ein sogenanntes Präsidialkabinett unter Franz von Papen (parteilos, früher Zentrum.) ein. Der regiert ohne Reichstagszustimmung mit Notverordnungen. Auswärtiges Amt: Konstantin Frh.v. Neurath; Inneres: Wilhelm Frh. Von Gayl; Wirtschaft: Dr. Hermann Warmbold; Justiz: Dr. Franz Gürtner; Finanzen: Graf v. Schwerin u. Krosigk; Reichswehr: Kurt von Schleicher.

4. Juni:            Der Reichstag wird aufgelöst und Neuwahlen zum 31. Juli ausgeschrieben.

Die Zschopauer Motorenwerke (DKW), die Audi-Werke, die Horch-Werke und die Wanderer-Werke beschließen die Fusion zur Auto-Union AG mit Sitz Chemnitz.

10. Juni:         Der große MAN-Diesel, der stärkste Diesel der Welt (140 PS), wird vorgestellt.

16. Juni:          In Lausanne beginnt eine Reparationskonferenz. Sie dauert bis zum 9. Juli – und wird das Ende der Reparationszahlungen durch eine Schlusszahlung Deutschlands in Höhe von 3Mrd. RM bringen.

Das Verbot von SA und SS – und der uniformierten Formationen der SPD und KPD – werden aufgehoben.

30. Juni:          Das Deutsche Reich erwirtschaftet einen Außenhandelsüberschuss von 600 Millionen RM, die Zahl der Arbeitslosen ist auf 5 476 000.


Juli
2. Juli             Neuregelung der der deutschen Schulden. Die für Deutschland nicht mehr tragbaren laufenden hohen Zahlungen aus dem Vertrag von Versailles wurden mit längeren Zahlungszielen gestreckt, jedoch mit höheren Zinsenbelegt und in einem längerfristigen Garantiefond bei der Bank für internationalen Zahlungsausgleich für die Gläubiger mit Schuldverschreibungen abgesichert. Das wurde im Vertrag von Lausanne am 9. Juli Deutschland diktiert.

8. Juli              Berlin hat 4,3 Millionen Einwohner.
                       New York 10,9 Millionen, London 8,2, Paris 4,9, Hamburg 1,6.

9. Juli:            Auf der Reparations-Konferenz in Lausanne wird festgelegt, dass die deutschen Reparationszahlungen gegen eine Abschlusszahlung von 3 Milliarden RM beendet werden.

16. Juli                       Die deutsche Regierung führt einen freiwilligen Arbeitsdienst ein.

17. Juli:          Bei einem Zusammenstoß zwischen kommunistischen und nationalsozialistischen Demonstranten in Hamburg-Altona kommen 18 Menschen um, 68 werden verletzt.

18. Juli:          Der Reichsinnenminister ordnet ein Verbot für Demonstrationen und Umzüge unter freiem Himmel an.

20. Juli:          In Preußen hat es vom 1. 6 1932 bis 20.7.1932 322 Terroranschläge mit 72 Toten und 495 Schwerverletzten gegeben. 203 Fälle werden der KPD, 75 der NSDAP und 21 dem Reichsbanner der SPD zur Last gelegt.                  

Zur Herstellung der Ordnung in Preußen wird der Reichskanzler von Papen zum Reichskommissar für Preußen ernannt.
Der setzt die SPD-Regierung ab – die Staatsgewalt geht auf die Reichsregierung über.

Reichspräsident von Hindenburg setzt sieben Artikel der deutschen Verfassung für Preußen außer Kraft, wodurch Beschränkungen der persönlichen Freiheit (auch für die Presse) möglich werden – und Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen und auch außerhalb der gesetzlichen Bestimmungen ermöglicht werden. Die Polizei wird dem Militärbefehlshaber unterstellt.  

29. Juli:          Ordnet für die Zeit vom 29. Juli bis 10. August einen politischen Burgfrieden an. Alle öffentlichen Veranstaltungen werden verboten.

30. Juli                       Reichstagswahlen. NSDAP wird mit 37,4 Prozent stärkste Partei.stärkste Partei.

Hindenburg beruft Hitler nicht zum  Reichskanzler.

Vom 31. Juli bis 10. August sind alle öffentlichen politischen Versammlungen       verboten.


 

August

1. August       Unruhen in Königsberg und Oberschlesien. Sie werden unterschiedlich den         linken und rechten Parteien zugeschrieben.

9. August        Auf Grund des Artikels 48 Abs. 2 (Notverordnungen) wird vom Reichspräsidenten die Todesstrafe, die bisher für Mord und schwere Sprengstoffverbrechen gilt , auch für Angriffe auf Polizisten und Wehrmachtangehörige ausgedehnt.

Zuchthausstrafen nicht unter 10 Jahren gibt es jetzt auch für Anwendung von Schusswaffen auf Polizeibeamte und Wehrmachtangehörige. Sowie Anwendung von Schusswaffen auf andere. Das gilt auch für Rädelsführer, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Beamtennötigung.

Der politische Burgfrieden wird bis zum 31. August ausgedehnt.

13. August: Hindenburg bietet Hitler die Vizekanzlerschaft in der regierung Papen an. Hitler lehnt ab.

14. August:     Bei den Olympischen Spielen in Los Angeles haben Deutsche 6 Gold- , 13 Silber- und 4 Bronzemedaillien gewonnen.

19. August: In Berlin beginnt die 9. Deutsche Funkausstellung.

Die SPD fordert die Verstaatlichung der Schlüsselindustrien.

28. August: In Leipzig beginnt die Herbstmesse. Ein elektrischer Rasierapparat wird vorgestellt. Die größte Aufmerksamkeit erregt die Bekanntgabe des Beginns der technischen Großerzeugung von Leuna-Benzin.

30. August: Der neue Reichstag tritt zusammen. Die kommunistische Alterspräsidentin eröffnet den Reichstag ( und drückt die Hoffnung aus, einmal den ersten Rätekongress in Sowjet-Deutschland eröffnen zu können.) Göring wird Reichstagspräsident.


September

4. September: Zur Förderung der Wirtschaft werden bei zusätzlichen Neueinstellungen Steuererlasse auf Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Grundsteuer öder Beförderungssteuer genehmigt.

12. September:           Misstrauensantrag gegen von Papen im Reichstag. Auflösung des Reichtags durch Hindenburg. Ankündigung von Neuwahlen.

13. September:          Die NSDAP hat 1 293 000 Mitglieder, die SPD 947 499.

14. September:           Der Reichspräsident verfügt die Gründung eines Reichskuratoriums für Jugendertüchtigung, dem alle Jugendverbände –mit Ausnahme der kommunistischen – unterstellt sind. Geschäftsführung: General v. Stülpnagel.                                     

17. September: Der sowjetische Volkskommissar des Auswärtigen konferiert mit der Reichsregierung in Berlin.

21. September:           England geht vom Goldstandard seiner Währung ab.

25. September:           Die Reichsregierung gibt den Plan einer Autostraße vom Bodensee zum Königssee (deutsche Alpenstraße) bekannt.

30. September:           Die durchschnittliche Arbeitszeit in der deutschen Industrie beträgt nur 7 Stunden.

Oktober

2. Oktober:     Reichspräsident von Hindenburg wird 85Jahre alt.

Auf der Strecke Essen-Dortmund eröffnet die Reichsbahn den Ruhr-Schnellweg.

6. Oktober:     Die Austritte aus den Kirchen nehmen zu. Besonders betroffen ist die evangelische Kirche. Allein in Berlin traten 1931 71 000 Personen aus.
18. Oktober:   Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) und der Allg. freie Angestelltenbund (AfA) fordern eine sozialistische Umgestaltung der Wirtschaft.

20. Oktober:   Auf der Reichskonferenz der KPD billigt Ernst Thälmann die bolschewistische Führung der KPD.

25. Oktober:   In Berlin werden die ersten 300 freiwilligen Arbeitsdienstler zur Bodenverbesserung eingesetzt.

31. Oktober:   Die Zahl der Arbeitslosen beträgt 5 109 000.


November
                          
6. November:            Reichstags-Neuwahlen. NSDAP bleibt trotz Verlusten stärkste Partei.
                                   (NSDAP = 33,1 %; Zentrum = 11,9 %; SPD = 20,4 %; KPD = 16,9 %)

10. November           Der Reichspräsident beauftragt von Papen zur Feststellung, ob die Führenden geeigneter Parteien zur Bildung einer Regierung der nationalen Konzentration bereit sind.

12. November:           Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht schreibt an Hitler, dass er ihn als Kanzler sieht, um die Probleme Deutschlands zu lösen.

17. November:           Reichskanzler von Papen berichtet dem Reichspräsidenten über seine vergeblichen Bemühungen eine solche Regierung zu bilden und bietet seinen Rücktritt an, der auch angenommen wird. Die Regierung Papen bleibt geschäftsführend im Amt.

21. November:           Hindenburg empfängt Hitler. Hitler lehnt alle Angebot über eine Beteiligung an einer Regierung ab – und besteht auf eine Regierungsbildung unter ihm.

24. November           Hindenburg verweigert Hitler – dem Führer der stärksten Fraktion - den Auftrag zur Regierungsbildung.

25. November            Hindenburg hatte den Führer des Zentrums, Prälat Kaas, mit der Sondierung einer Regierung der nationalen Einheit beauftragt. Der hatte keinen Erfolg und meldet das dem Reichspräsidenten.

27. November:           Reichskanzler von Papen und Reichswehrminister Schleicher führen Besprechungen über eine Regierungsbildung.

30. November:           Hitler lehnt weitere Gespräche mit Hindenburg ab. Seine Sicht sei bekannt.                      Die Zahl der Arbeitslosen: 5 358 000.

Dezember

2. Dezember               Kabinettsbildung durch (General a.D.) Kurt von Schleicher, dem Reichwehrminister unter von Papen.

6. Dezember               Eröffnung des Reichstages durch Alterspräsident General a.D. Litzmann (NSDAP).

10. Dezember:            Der Physiker Werner Heisenberg erhält den Nobelpreis für Physik für seine Begründung der Quantenmechanik.

15. Dezember:            An den deutschen Küsten beginnt die Verschrottung von 400 000 Tonnen Schiffsraum.

31. Dezember:            Die Steinkohleförderung ging 1932 von 118 Millionen Tonnen auf 107 Millionen Tonnen zurück. Die Zahl der verkauften Autos von 69 000 auf 49 000.

Die Zahl der Mitglieder der NSDAP stieg auf 1 414 975.

Es gab 5 773 000 Arbeitslose.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Armin Ziegler