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MG-Ermittler-Berichte zur Währungsreform (21. Juni 1948) in Crailsheim
Aus dem Bericht vom 26. Juni 1948:
(Die Lebensmittelkarten mit ihren Rationierungen sind noch weiterhin in Kraft.)
- Die Stimmung in der Bevölkerung ist  noch ungefestigt.
- Geschäftsleute sind erwartungfreudig, aber noch zurückhaltend.
- Sozialrentner und Sozialhilfeempfänger reagieren positiv – und erwarten höhere Kaufkraft ihrer Einkommen.
- Preisänderungen sind noch begrenzt.
- Der Butterpreis ist um 25 Prozent  und der Käsepreis um 50 Prozent gestiegen.

- Haushaltgeräte, soweit schon im Angebot, sind unverändert. 
- Augenblickliche Schwarzmarktpreise für rationierte Lebensmittel
Die RM ist in den Haushalten noch vorhanden:
1 Kilo Butter = 20 RM
1 Kilo Fleisch = 5 RM
1 Ei = 4 RM
1 Kilo Bohnenkaffee = 10 RM
1 Huhn /1 Gans = 10 und 15 RM
1 Schachtel amerik. Zigaretten = 8 RM.

Der Dollar ist von 250 RM auf  18 RM gefallen.
- Größere Firmen (Markenartikler) liefern an den Handel nur gegen Barzahlung.
- Der Kinobesuch ist zaghaft.
Wohin fließt das neue Geld? Die Ermittler berichten ihren Eindruck:
25 Prozent für Lebensmittel, 50 Prozent für Textilien und der Rest für Haushaltwaren.  

Bericht vom 16.7. 1948 über den zweimal in der Woche abgehaltenen Markt in Crailsheim:
Starker Besuch von Anbietern und Käufern.
Reichliches Angebot an Gemüse und landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Auch das jahrszeitliche OBst (Kirchen, Pflaumen, Blaubeeren) wird reichlich angeboten. Aber wer Blumenkohl haben will, muss andere Angebote mitkaufen.
Eier und Frühkartoffeln – obwohl noch rationiert – werden frei verkauft. Es gäbe genug.
Die Käufer gehen von Stand zu Stand ehe sie kaufen.

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© Armin Ziegler