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Albert Schweitzer (1875–1965) 
Aus dem Lebensweg

Am 14.1.1875 im deutsch-elsässischen Kaysersberg als zweites von fünf Kindern geboren.
Vater: Pfarrer Ludwig Schweitzer, Mutter Adele geb. Schillinger, eine Pfarrerstochter.
Nach Pfarrstellen-Versetzung des Vaters wuchs er im ländlichen Günsbach bei Colmar auf und besuchte dort die Grundschule von 1880 bis 1884. Er wechselte noch 1884 für ein Jahr zur Realschule in Münster. 1885 – 1893 Gymnasium in Mühlhausen (damals Mulhouse)
Abitur am 18. Juni 1893.
Ab Oktober 1893 Studium der Theologie und Philosophie an der Universität in Straßburg.
1898 Erstes theologisches Examen.1899  Zweite theologische Prüfung und Lizentiat (Dr. theol.) 2. August 1899  auch Dr.phil.)
1900 Habilitation an der Universität in Straßburg „Messianität und Leidensgeheimnis“.
1900  November: Vikar St.Nicolai in Straßburg.
1905  Medizinstudium mit Staatsexamen, anschließend ärztliches Praktikum.
1906  Ärztlich Approbation und Aufgabe des Predigtamtes.
1912 18. Juni: Heirat mit der 1879 in Berlin geborenen evangelisch konvertierten Jüdin Helene Bresslau. Sie war ausgebildete Kindergärtnerin und Krankenschwester.
1912 Professur Schweitzers. 
1913 siedelte er mit seiner Frau nach Afrika über und baute in Lambarene im französischen Kolonialgebiet sein Urwaldhospital auf.

Helene Schweitzer hatte durch ihre Ausbildung und  Berufserfahrung
den entscheidenden Anteil am Erfolg des Krankenhauses.
Albert Schweitzer arbeitete hier an seiner "Kulturphilosophie" und begründete die berühmt gewordene Ethik der Ehrfurcht vor allem Leben.
1914 Bei Ausbruch des Krieges wurden sie als Deutsche  interniert konnten aber ihre Arbeit in der französischen Kolonie in Lambarene fortsetzen.
1917 Wegen deutscher Staatsbürgerschaft zwangsweiser Rücktransport nach Europa – Internierung in Frankreich.  
Juli 1918 Rückkehr in den wieder französischen Elsass.
1919  14. Januar Geburt der Tochter Rhena.
1919 wurden die Elsässer durch den Vertrag von Versailles Franzosen und das Ehepaar konnte nach Afrika zurückkehren und die Arbeit in Lambarene wieder aufnehmen.
Frau Schweitzer bekam jedoch eine Lungenentzündung und kehrte nach Deutschland zurück.  Die Schweitzers kauften ein Haus in Königsfeld im Schwarzwald, in dem Helene Schweitzer ab dann getrennt von ihrem Manne lebte. Sie – Jüdin -  wanderte 1937 mit der Tochter nach den USA aus. Sie hielt dort Vorträge und schrieb über ihre Arbeit in Afrika. Afrika besuchte sie nur noch besuchsweise.


Nach dem II. Weltkrieg:
Diese Lebenszeit Albert Schweitzers ist geprägt vom kämpferischen Eintreten für atomare Abrüstung und Frieden.
Für seine vielfältige humanitäre Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Friedensnobelpreis (1954 in Oslo). Bis in sein 90. Lebensjahr trat Schweitzer aktiv auf zahlreichen Reisen durch Vorträge und Schriften für seine Lebenssichten ein.
Helen Schweitzer hielt weiterhin Vorträge in den US und sammelte Geldspenden.
Die DDR widmete ihm am 18.3.1975 eine Sondermarke.

 

Am 4. September 1965 starb Albert Schweitzer in Lambarene, wo er auch beerdigt wurde.
Helene Schweitzer starb am 11. Mai 1957 in Zürich.Sie ist neben ihrem Mann in Lambarene beerdigt.

Die Tochter Rhena, zeitweise in der DDR ausgebildet, die ab 1960 in Lambarene gearbeitet hat,  leitete das Krankenhaus verwaltungsmäßig 1965 und 1970.
Rhena Schweizer-Miller verstarb 2009 in den USA. Ihren Mann hatte sie in Lambarene kennengelermt. Er war dort Arzt.
 Lambarene liegt  heute im Staatsgebiet der Republik Gabun. 

Das Krankenhaus  existiert noch!!
und wird auch durch eine internationale Stiftung (Sitz in Berlin ) im Sinne  von  Albertr Schweitzer geführt - hatte  jedoch zeitweise finanzielle Schwierigkeiten.



 

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