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1885 - 1895  Notizen
Quelle: Werner Martin Dienel, Band II
 

1885

Die Bezirkskrankenkasse nimmt ihre Amtsgeschäfte auf. Die städtischen Vereine feiern Bismarcks 70. Geburtstag. Die Turngemeinde hält ihr 25jähriges Stiftungsfest ab. Auf dem Burgberg wird ein neuer Aussichtsturm eingeweiht. Crailsheim zählt 4.729 Einwohner.

 

1888

Der Turnerbund feiert sein zehnjähriges Bestehen. Der Gemeinderat lehnt den Bau einer neuen Wasserleitung ab. Zum 25jährigen Bestehen der Synagoge findet eine Synagogen-Konferenz statt. Der Kriegerverein hält seine Fahnenweihe ab. Im Beisein eines Bischofs wird die katholische Kirche eingeweiht. Der Stadtturm erhält einen Blitzableiter. Erstmals wird ein Vortrag über die soziale Frage gehalten.


1889

Besprochen wird erstmals eine Jagst-Korrektion. Der Verein Nachbarschaft hält zum zehnjährigen Bestehen seine Fahnenweihe ab. Die bayerische Bahnverwaltung auf dem Bahnhof Crailsheim wird aufgelöst.
Eine österreichische Damenkapelle gibt ein
Sonderkonzert. Auswanderungen aus der Stadt und dem Bezirk nehmen zu. In Altenmünster wird eine neue Schule gebaut.


1890

Der Landwirtschaftliche Bezirksverein feiert sein 50jähriges Bestehen, der Veteranenverein desgleichen, er weiht eine neue Fahne. In der Stadt wird eine Rindvieh-Ausstellung abgehalten. Neu gegründet wird ein Zither-Verein. Diskutiert werden Fragen zur Hundesteuer, zur Bekämpfung der Sozialdemokratie, zum lauten Singen in Wirtschaften, zum Sauerbrunnen und zu einer Verwaltungsreform.

 

1891

Die Stadt kauft die Gasfabrik. Ins Gespräch gebracht wird die Elektrizitätsversorgung. Die Bevölkerung nimmt Anteil am Tod des württembergischen Königs Karl und der Thronbesteigung des Königs Wilhelm I. Die Turner halten ihr 22. Gauturnfest ab. Die Stadt sucht ein Darlehen zum Bau eines Schulhauses. Ein Großbrand läßt erneut die Frage einer neuen Wasserleitung aktuell werden.
 

1892

Der Kinderrettungsverein besteht ein Jahr. Die Volkspartei hält einen Parteitag in Crailsheim ab. Die Gasgenossenschaft wird liquidiert. Besprochen werden die Bierfrage, die Einrichtung von Kneipp-Kuren im Sauerbrunnen, die Cholera-Epidemie und die Einführung der Mitteleuropäischen Zeit. Landwirte gründen eine Zuchtvieh-Genossenschaft. Stadtschultheiß Leonhard Sachs feiert sein 25jähriges Dienstjubiläum.
 

1893

Oberamtmann Kübel verläßt die Stadt. Erstmals musiziert ein auswärtiges Damen-Sextett. Neu gegründet wird ein evangelischer Kirchenchor. Der Verschönerungsverein besteht 25 Jahre, der Turnerbund 15 Jahre. Vorgestellt wird der Daimler-Motor für die Landwirtschaft. Wie jedes Jahr gibt es Einquartierungen durch die Rekruten während der Musterung. In der Landwirtschaft herrscht Futternot.

 

1894

Renoviert wird der Rathaussaal, die Spitalseebrücke erweitert und zwischen Crailsheim und Tiefenbach eine neue Straße gebaut. Die Johanneskirche erhält ein neues Glasgemälde. In der Stadt wird eine Bezirksrindviehschau abgehalten. Kritisiert werden die schlechten Verkehrsverhältnisse zwischen Crailsheim und Eilwangen. Für das neue Postgebäude wird ein Bauplatz in der Wilhelmstraße vorgesehen. Wegen der Maul- und Klauenseuche sowie der Schweinepest fallen Viehmärkte aus.
 


1895

Die Feldnermühle erhält elektrisches Licht. In der Stadt herrscht rege Bautätigkeit. Eine Friedenseiche wird gepflanzt. Der neue Radfahrer-Verein führt Wettfahrten durch. Der erste Benz-Motorwagen durchfährt die Stadt. Der Veteranenverein weiht eine neue Fahne. Der württembergische König besucht das Manöver um Crailsheim. Es sind Kaisermanöver.
Und immer wieder die Saalbau-Frage.

 


 

 

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