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Machtergreifung  1933 in Crailsheim

Kernpunkte:
 

- Die Aufhebung der demokratischen Gemeindeordnung und die Ernennung eines NS-konformen Gemeinderates.

- Die jüdischen Einwohner Crailsheims wurden stigmatisiert.
Ihre Geschäfte nach öffentlichem Aufruf boykottiert.

- Die „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“ vom 28. Februar 1933 (nach dem Reichstagsbrand) 
 
ermöglichte auch „offiziell“ die Ausschaltung  politischer Gegner, was zuerst vor allem die KPD-Funktionäre und Mitglieder traf.


21. März
Verhaftung von 37 "Regierungsfeinden" in Crailsheim durch Heilbronner Polizei und SA und Crailsheimer SA. Unter den Verhafteten waren Funktionäre der KPD, Mitglieder der SPD-Reichsbanner-Organisation und jüdische Bürger. Es kam zu  Ausschreitungen bei den Vernehmungen.

Ähnliches geschah in zehn weiteren Städten in Hohenlohe jeweils unter Anführerschaft des Heilbronner SA-Führers Fritz Klein.

- Im öffentlichen Leben – bei Behörden, Dienstellen und Vereinen – fanden „Anpassungen“ und Gleichschaltungen statt.

27. April
Der Turnverein streicht die jüdischen Mitglieder aus der Vereinsliste.

4. Mai
Vereidigung der neuen Crailsheimer Stadträte. Die linken Parteien fanden keine Berücksichtigung mehr. Kampffront Schwarz-Weiß-Rot, Würettbergischer Bauern und Weingärtnerbund und Deutsche Volkspartei erhielten drei Sitze. Die NSDAP erhielt mit dem Christlich-Sozialen-Volksdienst zusammen elf Sitze.

3. August
Der Schwäbische Albverein schließt Juden und Marxisten als Mitglieder aus.

12. Oktober
Mit dem Übertritt der deutschnationalen Parteigruppe "Schwarz-Weiß-Rot" in die Parteigruppe der NSDAP gibt es nur noch eine Partei im Crailsheimer Gemeinderat.

 

 


 

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