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Gewerbeverein Crailsheim

Quelle: Werner Martin Dienel: „Crailsheim, eine Dokumentation“, Band II
Kirchberg 2013,

Dem Thema sind dort 12 Seiten gewidmet!
Hier nur einige wesentliche Daten:

Förderung des Gewerbes durch den König

Von Beginn seiner Regierungszeit an hat der König von Württemberg, Wilhelm I. (1781 bis 1864), versucht, die Wirtschaft seines Landes zu verbessern und zu modernisieren. Von ihm gingen vielerlei Anregungen aus, manche Einrichtung, von der später segensreiche Wirkungen ausstrahlten, verdankt ihre Existenz einem Vorschlag des Königs. Sie ließ er eine Zentralstelle für Landwirtschaft und das Institut in Hohenheim sowie eine Zentralstelle für Gewerbe und Handel errichten; er führte die Gewerbefreiheit ein und beseitigte den Zunftszwang.

Im Oberamt Crailsheim brauchte man Zeit, ehe auch hier ein Gewerbeverein entstand.

Am 23. Januar 1840
kommen jedenfalls zum ersten Male Crailsheimer Bürger und Einwohner im  Gasthaus „Lamm“ zusammen. Sie beschließen, einen Verein „zur Beförderung der Gewerbe, in Verbindung mit geselliger Unterhaltung" zu gründen. Man bildet einen provisorischen Ausschuss und Stadtpfleger Bock lädt in dessen Auftrag zur eigentlichen

Gründungsversammlung für den 22. Februar 1840 ein.

Im Gasthaus zum Lamm findet dann tatsächlich an diesem Tage die Ver­
sammlung statt. Die zuvor bereits entworfenen Statuten werden beraten und nach einigen Abänderungen auch angenommen. Da mehr als dreißig Mitglieder anwesend sind, wie es die Statuten verlangen, kann sich der „Gewerbe-und Bürger-Verein" auch gleich konstituieren. Eine Woche später trifft man sich erneut, um den Ausschuss und die Verwaltungs­mitglieder zu wählen. Aber es gibt bei dieser Wahl Anstände und so müssen die Mitglieder erneut zusammentreten und noch einmal wählen.

In den nun folgenden Wochen im März und auch noch im April 1840 ist man im Verein sehr rührig. Die Mitglieder treffen sich jeweils samstags im Vereinslokal, beim Lammwirt. Was an diesen Abenden besprochen und verhandelt wird, erfährt auch der Leser des „Amts- und Intelligenz-Blattes" in Auszügen. So findet er von nun an unter der Überschrift „Auszug der Mittheilungen und Verhandlungen des hiesigen Gewerbe-Vereins" immer wieder einmal knappe Aufsätze wie „Wasserdichter Holzkitt, Guter Kleister", „Wasser zu reinigen, und zum Trinken gut zu machen", „Künstliche Hefe", „Eier frisch zu erhalten und aufzubewahren" oder „Tinktur, um abgetragene wollene Kleider zu reinigen".

In der letzten März-Versammlung 1948erhalten die Mitglieder die Statuten des Vereins ausgehändigt. Neue Auszüge werden im „Amts-Blatt" mitgeteilt: „Mittel gegen das Schimmeln der Weberschlichte und des Buchbinderkleisters", „Reinigen schwarz gewordener Bronce2, „Thran-Anstriche für Holz und Eisen". Die Zahl der in den Zusammenkünften vorgetragenen Rezepte und Hinweise wird aber schließlich so groß, dass nur noch eine summarische Übersicht im „Amts-Blatt“ veröffentlicht werden kann. Als Vereinsziel gilt jedoch nicht nur, die Mitglieder über handwerkliche und gewerbliche Angelegenheiten aufzuklären und zu beraten, sondern man möchte sich auch „unterhalten". Und so erfährt man auch, was in einer Versammlung im März „zur Unterhaltung" vorgetragen wird: „Czaar Iwan, als Bettler", „Wallenstein und Stralsund", „Bittschrift eines Sekretärs an seinen König".
Juni 1840
Hutmachermeister Mattle von Hall hat - veranlasst durch Andeutungen und Notizen aus Schriften und Vorträgen des Gewerbe-Vereins - durch mehrfache Proben eine Hutsteife anzufertigen gefunden, die den Hüten eine ausgezeichnete Weichheit und Elastizität verschafft. Mattle hat in einer Gewerbe-Vereinssitzung einen Filzhut von seiner neuen Fabrikationsart vorgezeigt, welcher so elastisch war, dass er ganz zusammengedrückt werden konnte, ohne dadurch nur den geringsten Mangel zu erhalten . . . Möchten noch mehrere Gewerbetreibende die vom Gewerbeverein ihnen zur Vervollkommnung ihrer Produkte gebotenen Hülfsmittel benützen und die ernstere Seite der Tendenz dieses Vereins immer besser gewürdigt werden. Der Ausschuß des Gewerbe-Vereins."

Im Oktober 1841 ist wieder etwas von einer Rührigkeit des Vereins zu spüren, als nämlich im Lokal beim Lammwirt eine „Rotations-Maschine durch Electro-Galvanismus getrieben, vorgezeigt und in Bewegung gesetzt" wird. Im November führt ein Herr Brigmaskii aus Kalisch mehrere Experimente in der höheren Mechanik vor.
 

Im Juni 1842  wird den Mitgliedern bekanntgegeben, dass der Verein neue Bücher angeschafft hat und Zeitschriften gehalten werden. So etwa „Das Technische Wörterbuch oder
Handbuch der Gewerbekunde", das „Historisch-biographische Universum"; an Zeitschriften „Das Pfennig-Magazin", das „Landwirthschaftliche Wochenblatt", das „Sächsische Gewerbeblatt", die „Polytechnische Zeitung von Leuchs" und andere.

Industrie-Ausstellung 1843

Daß Männer, deren Bildung segensreichen Einfluß auf ihre Mitbürger haben würde, ihre Theilnahme versagen, kann nur bedauert werden; Andere, die, ohne bis jetzt dem Verein von Nutzen gewesen zu sein, störend demselben entgegenwirken, zeigen keine männliche Würde. Jeder Billigdenkende wird nicht zu viel von einem solchen Verein erwarten, aber auch das Gute, das derselbe bewirkt, anerkennen; den Gewerbsleuten sollte aber ihr Stand einen! W. . seh.",.

Am 7. Juli 1843 findet die erste gesellige Abend-Unterhaltung im Lindnerschen Garten statt. Einen Tag später hält man im Saale eine Plenar-Versammlung ab. Auf ihr beschließt man, dem Vorschlag des Vorstandes Wünsch zu folgen und eine Industrie-Ausstellung abzuhalten. Am 1. August 1843 erscheint der Aufruf-.

Crailsheim. Industrie-Ausstellung.

Im Interesse des hiesigen Gewerbe-Vereins und um den Standpunkt der Gewerbe der hiesigen Stadt und des Bezirks am vollkommensten kennen zu lernen, wird am 27. September dieses Jahres gleichzeitig mit dem landwirthschaftlichen Feste, eine Industrie-Ausstellung Statt fin­den. Es werden daher hiemit alle Gewerbetreibenden der hiesigen Stadt und der zum hiesigen Oberamte gehörigen Orte ersucht, Proben ihrer Gewerbe-Erzeugnisse bis zum 20. September in den Saal des Rathauses abzuliefern. Besonders werden Gegenstände des gewöhnlichen Verkehrs, die in ihrer Art gut und zu entsprechenden Preisen ausgearbeitet sind, eine willkommene Aufnahme finden. . ."

Bereits zu Anfang des Monats September sind Gegenstände angemeldet, deren Wert über 300 Gulden erreicht. Mit der Ausstellung, die vom 27. September, dem Geburtstag des Königs, bis zum 1. Oktober veranstaltet wird, findet eine Lotterie statt. Die ausgestellten Gegenstände sind im Sitzungssaal des Rathauses täglich zu besichtigen. Von den ausgestellten Waren werden für 200 Gulden Stücke für die Lotterie angekauft. Aber auch Besucher können einzelne Stücke direkt erwerben. Den Verkauf führt Kassier Kaufmann Scheef aus. Die Verlosung — ein Los kostet 12 Kreuzer — findet Anfang Oktober statt.

Bereits zwei Wochen vor Ausstellungsbeginn werden die „Lotterie-Loose für die Ausspielung von Gewerbe-Produkten, welche zu der von dem Gewerbe-Verein veranstalteten Industrie-Ausstellung gefertigt wurden" zum Kauf angeboten. Sie sind zu haben bei Kaufmann Scheef, bei Kaufmann Wohlfart, Buchdrucker Stüber, Stadtrat Däffner, Dreher Mertz, auf dem Lande bei den Schultheißen, in Obersontheim bei Chirurg Schön, in Hall bei Buchdrucker Schwarz und dem Vorstand des dortigen Gewerbe-Vereins, ebenso in Gaildorf.

Überblick über wichtige Ereignisse während der Zeit bis 1866

Im Jahre 1845 wird im Gewerbe-Verein Crailsheim der Bericht der Zoll- und Handelskommission über die Petitionen gegen den Hausierhandel und die Krammärkte geboten. Im Jahr darauf beteiligt man sich an der Gewerbeausstellung in Schwäbisch Hall. Preise erhalten Färbermeister Nörr, Gerbermeister Wurst und Kappenmacher Kochendörfer. Gleich zu Beginn des Jahres 1847 tritt Lehrer Wünsch als Vereins-Vorstand zurück. Neuer Vorstand wird Tuchmacher Wilhelm Volz. Zum Ausschuß gehören Fischbach, Meng, Stüber, Lindenberger, Wünsch und Wiedamann. Wegen des allgemeinen Notstandes und der damit zusammenhängenden Teuerung im Lande werden von der Regierung Beschränkungen angeordnet. Der Gewerbe-Verein Crailsheim wendet sich an das Königliche Ministerium des Innern mit einer Eingabe und bittet, die Beschränkungen wieder aufzuheben.

Während der Jahre 1848-49 wird das Vereinsleben überschattet von den politischen
Auseinandersetzungen, die auch in Crailsheim mit großer Heftigkeit - und oft sehr ins

Persönliche zielend - ausgetragen werden. Im Februar 1849 finden in Stuttgart Beratungen über eine neue Gewerbegesetzgebung statt. An ihnen nimmt als Abgeordneter der Handwerker Schuhmacher Wiedamann teil.

1850 kommt es zu einer ausgiebigen Diskussion über die Aufgaben der Bezirksgewerberäte. Der Gewerbe-Verein Hall feiert 1856 sein 25jähriges Bestehen mit einer Ausstellung, an der man sich beteiligt. 1857 ist die Bibliothek des Vereins auf 650 Bände angewachsen. Vorstand ist Rotgerbermeister Leiberich. Auf Anregung des Gewerbe-Vereins wird im gleichen Jahr in Crailsheim eine gewerbliche Fortbildungsschule gegründet, die von 60 Schülern besucht wird. Die Frage nach dem Bau einer Eisenbahn zwischen Heilbronn und Nürnberg, die über Crailsheim führen soll, wird im Gewerbe-Verein erstmals debattiert.

1860 tauchen neue Probleme auf. Eine Revision der Gewerbe-Ordnung ist geplant, d. h. es sollen die Zunftschranken aufgehoben und die Gewerbefreiheit eingeführt werden. 1862 wird, nach Auflösung der einzelnen Zünfte, im Gewerbe-Verein — Vorstand wieder Wilhelm Volz — die, neue Gewerbeordnung ihrem ganzen Inhalt nach verlesen. In einer Zusammenkunft im April, zu der auch Nichtmitglieder eingeladen sind, wird über die neue Gewerbefreiheit gesprochen und beraten, wie das Zunftvermögen verwendet werden soll.

Zu Beginn 1861 erfolgt wieder eine ausgiebige Besprechung über den Eisenbahnbau und die vorgesehene Lage des Bahnhofs Crailsheim. Der Gewerbe-Verein bildet ein Komitee. Im August 1865 teilt der Vorstand einiges aus dem Jahresbericht der Handels- und Gewerbekammern in Württemberg mit, so über den Hopfenanbau (im Jagstkreis 1.441 Morgen mit 5.089 Zentnern, im Crailsheimer Bezirk 125 Morgen mit 312 Zentnern), über die Bierbrauerei, über die Änderung der Branntweinsteuer, über Märkte (vor allem über die Farrenmärkte in Cannstadt und Kirchheim, Frage von Volz: Was ist in dieser Hinsicht in Crailsheim geschehen?), über die Herabsetzung der Salzpreise (1 V2 Kreuzer per Pfund), über die Aufhebung der Brottaxe und die ungarische Konkurrenz im Getreidehandel. Am Jahresende, genau am 23. Dezember 1865, findet im Gewerbe-Verein eine Besprechung über die vom württembergischen Handels-Verein projektierte württembergische Zettelbank statt. Diese Versammlung bildet gleichsam den Auftakt für die 1866 beginnende Aussprache über Finanzfragen, die schließlich zur Gründung einer Gewerbebank in Crailsheim führt, dem ersten eigenen Geldinstitut in der Stadt, während es in Jagstheim bereits seit 1843 eine „Privat-, Leih- und Sparkasse" — der einzigen dieser Art für das Oberamt Crailsheim -und in der Stadt lediglich Agenturen gibt, so beispielsweise der württembergischen Sparkasse.

Im Kriegsjahr 1866 Gründung der Gewerbebank
und Eröffnung der Jagstbahn

Die Auswirkungen der großen geschichtlichen Ereignisse des Jahres 1866 waren auch im württembergischen Land zu spüren. Der Krieg, den Preußen gegen Österreich und den Deutschen Bund führte, griff bis zum Taubertal über, wo es im Sommer zur „Schlacht bei Tauberbischofsheim" zwischen preußischen und württembergischen Truppen kam.

Abgesehen von den preußischen Einquartierungen in Crailsheim, blieb das Oberamt aber von weiteren kriegerischen Bedrängnissen verschont und die zwei für die Stadt wichtigsten Geschehnisse 1866 blieben davon unbeeinflußt: die Gründung der Gewerbebank im Frühjahr und die Einweihung der Jagsttalbahn und des Crailsheimer Bahnhofs im Herbst.

Bereits im Februar 1866 werden die Mitglieder des Gewerbe-Vereins Crailsheim unter des neuen Vorstand, Reallehrer Braun, mit Formen des Geldverkehrs vertraut gemach Rechtskonsulent Hirschmann hält einen Vortrag über Wechselkunde und Wechselrecht ur erteilt eine „Belehrung für das Landvolk über Wechsel und Wechselverpflichtung". Dam wird erneut das Augenmerk der Crailsheimer Gewerbetreibenden und Geschäftsleute auf d Möglichkeiten zur Beschaffung von Geldern gelenkt. Man läßt sich von andere „Handwerkerbanken" anregen, die Gründung einer eigenen Bank in Crailsheim zu erwäge Reallehrer Braun veröffentlicht im Namen und Auftrag des Gewerbe-Vereins einen Artikel ii „Amts-und Intelligenz-Blatt" (24. Februar 1866), in dem es u. a. heißt:

„Die günstigen Jahresberichte der Handwerkerbanken in Hall, Backnang, Wienende Stuttgart u.s.w. haben dem hiesigen Gewerbe-Verein Veranlassung .gegeben, die für d( Gewerbestand so wichtige Frage über Handwerkerbanken zum Gegenstand einer Besprechut zu machen und zwar auf Grund der Statuten des Stuttgarter Vereins.

Es hat sich hiebe die Ansicht geltend gemacht, daß bei dem anerkannt wohlthätigen Einfit dieser Banken auf den Geoverbs-Betrieb es wohl geboten erscheine, die Errichtung ein Handwerkerbank in Crailsheim in nähere Erwägung zu ziehen."

Braun lädt die Interessenten zur Zusammenkunft am 3. März im Gasthof zum Lamm ei Diese erste Besprechung „in Sachen einer in Crailsheim zu gründenden Gewerbebank h einen für das Projekt sehr günstigen Erfolg". Man wünscht eine Gewerbebank und '- Mitglieder unterzeichnen den Gründungsaufruf. Zwei Wochen danach, am 15. März 186 werden in einer weiteren Versammlung im Lamm die Statuten für eine Gewerbebank berate und festgestellt. „Auf Grund dieser Statuten constituirte sich sofort der Verein für eine Gewerbebank definitiv durch Unterschrift, wobei zugleich die monatlichen Beiträge  den einzelnen Mitgliedern bezeichnet werden." Das ist also die offizielle Gründung d, Gewerbebank.

Nun wird zur Wahl des Ausschusses aufgerufen. Mehrere Mitglieder des Vereins schlag öffentlich im „Amts- und Intelligenz-Blatt" zur Wahl vor: als Vorstand Theodor Geier jur als Kassier L. W. Pomer, als Schriftführer Fr. Faber und zu weiteren Mitgliedern Genreinder Breitschwerdt, Gemeinderat Hettler, Rechtskonsulent Hirschmann und Gemeinderat  Leiberich. Acht Tage nach der Gründung treffen sich 40 Mitglieder im Gasthaus zur Sont (Stock) zur Wahl des „Vereins-Ausschusses".

Die Wahl ergibt folgendes Ergebnis: als Vorstand Gemeinderat ( Leiberich, als Kassier L. W. Pomer, als Schriftführer Theodor Geier, als weites Ausschußmitglieder Gemeinderat Breitschwerdt, Gemeinderat Hettler, Färbermeister Schmii Schuhmacher Walter, als Mitglieder der Kontroll-Kommission Rechtskonsulent Hirschmau Kaufmann Fr. Faber, Gemeinderat Volz sen., als Ersatzmänner Friedrich Merz, Lehr Rosenthai, Weber Schäfer jun. und Schlossermeister G. Bayer.

Der Ausschuß erklärt sich für konstituiert, man dankt Reallehrer Braun, in dessen Händen d vorläufige Vorstandschaft lag, für das „Interesse und die Energie, die er in der Sache an dt Tag gelegt hatte, mit warmen Worten" und erhebt sich ihm zu Ehren von den Plätzen.

Am 12. April hält man die erste Ausschußsitzung ab und beschließt, daß nunmehr d Gewerbebank Crailsheim mit ihrer Tätigkeit beginnen soll. Der Kassier wird ermächtig Beiträge und Eintrittsgelder erheben zu lassen. Außerdem wird die Geschäftsordnur festgesetzt. Es werden ferner die Bedingungen festgelegt, unter denen Depositt angenommen werden und Konto-Korrent-Erteilung erfolgen sollen. Für die Depositen, ah

für die hinterlegten Gelder, wird bestimmt, daß für solche mit einer achttägigen Kündigungsfrist 3%, für solche mit einer dreimonatlichen Kündigungsfrist 31/2% bezahlt werden müssen. Depositen auf 14 Tage beziehen keinen Zins. Der Zinsfuß für die Konto­Korrent beträgt 5%, wenn die Zins-Abrechnung zu Gunsten der Bank und 4%, wenn sie zu Gunsten des Konto-Korrent-Inhabers ausfällt. Im Konto-Korrent wird 1/3 % Provision berechnet

Anfang Juni werden die Mitglieder der Gewerbebank davon unterrichtet, daß der Ausschuß beschlossen hat, die Provision bei Konto-Korrent, wenn kein Kredit in Anspruch genommen wird, von 1/3 % auf 1/4 % herabzusetzen, in der Hoffnung, „diese Erleichterung möchte Veranlassung zu zahlreicher Betheiligung bei diesem für jeden Gewerbemann vortheilhaften Geschäftszweig der Bank geben".  Die Mitgliederzahl beträgt kurzfristig schon 58.

 

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© Armin Ziegler