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Machtergreifung 1933 in Schwäbisch Hall
Bei der Beschäftigung mit der sogen. „Machtergreifung“ der NSDAP in Crailsheim habe ich mich auch für die Ereignisse in benachbarten Städten interessiert. 

Dies sind  meine Notizen zu Schwäbisch Hall:
(Hauptquelle: Andreas Maisch/Daniel Stihler: Schwäbisch Hall – Geschichte einer Stadt, Künzelsau 2006, S. 383 ff.)
 
Zusammenfassend drückt es dort ein zitierter Leitartikel im Haller Tagblatt aus:
„Es ist zu vermuten, dass der größte Teil des Haller Bürgertums die Machtübertragung an Hitler am 30. Januar 1933 begrüßte“.

In der letzten Wahl davor war die NSDAP bereits stärkste Partei geworden. Bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 erhielt sie 40,7 Prozent der Stimmen (SPD 23,9; Bürgerpartei 11,7; Zentrum 8,3; Christlich-Sozialer Volksdienst 5,3; KPD 5,9 Prozent.)

Auch in Hall fanden die äußerlichen Erscheinungen der NS-Regierungsübernahme statt:
- Hissen der Hakenkreuzfahne auf dem Rathaus;
- Fackelzug; 
- Neugliederung  des Gemeinderates nach dem örtlich erzielten Stimmen-Anteil der Reichstagswahl am 5. März 1933.  Verbot der KPD-Mitglieder, Ausscheiden der SPD-Mitglieder.
- Gleichschaltung der Vereine - oft durch deren eigene Initiative.
- die SA-Polizei-Aktion zur „Befragung“ von Juden und politischen Gegnern am 26. März;
- die SA-Posten vor jüdischen Geschäften am 1. April 1933;


In der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall gab es sehr deutliche Zeichen der „Anpassung“:

Oberbürgermeister Dr. jur. Wilhelm Prinzing, Bürgermeister von 1926 – 1945,
trat  schon am 1. Mai 1933 der NSDAP bei.

Ehrenbürger wurden noch 1933:

- Reichsinnenminister Wilhelm Frick;
- Reichsstatthalter und Gauleiter Wilhelm Murr;
- Ministerpräsident Christian Mergenthaler,
- Friedrich Schmitt, Gauleiter Stellvertreter.

Hinweis: Siehe auch „Württemberg1933“
Ein Literatur-Hinweis:
Erhard Eppler:  „Als Wahrheit verordnet wurde - Briefe an meine Enkelin.“
Er beschreibt u.a. wie er zur Hitlerjugend kam.

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