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 Jagstbrücke 1945 – 1949

Die Crailsheimer Jagstbrücke, die die Bahnhofstraße mit der Wilhelmstraße verbindet, wurde
am 20. April 1945 kurz vor der zweiten Besetzung Crailsheims durch die Amerikaner und dem Beginn der Beschießung  gegen 18:00 Uhr gesprengt. Die Sprengung war in den Tagen davor von der Wehrmacht dafür mit einem starken Sprengsatz vorbereitet worden. Die Sprengung wurde durch ein dreiköpfiges Sprengkommando der Wehrmacht durchgeführt, das danach per Fahrrad Richtung Ellwangen abfuhr.

Der Jagst-Übergang an dieser Stelle wurde sehr bald durch eine von den Amerikanrn erbaute recht stabile hölzerne Behelfsbrücke, die auf Eisenträgern ruhte,  wieder ermöglicht.

Über den Beginn des Wiederaufbaus gibt es einen Bericht des Württembergischen Zeitechos, Ausgabe Crailsheim,  vom 17.3. 1948. Darin heißt es, dass die Stadt 9 Baufirmen zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert hatte, von denen 7 auch ein Angebot abgaben. Stadtbaumeister Kiderlen berichtete über die eingehenden Prüfungen u.a. auch durch das Technische Landesamt, die zu dem einvernehmlichen Beschluss des Gemeinderates und  Bürgermeister Schatz führten, den Auftrag an die Firma Sager & Woerner zu erteilen, die eine Niederlassung in Crailsheim hatte. Das Angebot hatte über 324 176 Reichsmark und einer Zusicherung einer 13 monatigen Bauzeit gelautet.

In der gleichen Sitzung des Gemeinderates wurde die Firma Schön & Hippelein, Crailsheim, mit der Lieferung der Steine für den Brückenbau zu dem angebotenen Preis von 38860 RM beauftragt.
 Ein Betrag von 660 00 RM wurde einstimmig in den städtischen Haushaltplan eingestellt.

Der Termin wurde eingehalten.

Zum Volksfest 1949  - das dem Thema „Neues Leben blüht aus den Ruinen“ gewidmet war - wurde die Brücke unter Anwesenheit von Innenminister Ulrich von Bürgermeister Gebhardt eingeweiht.


 

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