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  Der Luftangriff am 23. Februar 1945

Der schwerste Fliegerangriff auf Crailsheim erfolgte am Freitag, den 23. Februar 1945 , in zwei Wellen, die erste kam um 11.40 Uhr, die zweite 13.15 Uhr.

Beteiligt waren – wie aus US-Berichten später bekannt wurde - 72 Flugzeuge, die
mit Bomben schweren Kalibers angriffen.

Es wurden 138 Ge­bäude total, 113 schwer und 268 mittel- oder leicht beschä­digt. Das Gas-und Elektrizitätswerk wurde völlig zerstört, das Rathaus schwer beschädigt, der Rathausturm zerstört.
Die Werkanlage des Rüstungsbetriebes Robert Bosch GmbH wurde zu 80%, das Sägewerk Speer & Gscheidel stark  beschädigt.

Die gesamten Bahnanlagen zwischen der Unter­führung Haller Straße (nördlich) und der Unterführung Gail­dorfer Straße (südlich) wurden zerstört und für den Betrieb unbrauchbar gemacht. Auch alle Bahnhofsgebäude für den Personen- und Güterverkehr sowie sämtliche Nebengebäude wurden völlig zerstört.

In der Stadt waren die meisten Beschädigungen in der Lange Straße und in den anliegenden Straßen. Das Hotel Post-Faber brannte ganz aus.

V
on hier arbeitete sich der Brand weiter aus. Auch  Käferstraße, Hirschstraße, Kapellen­straße, Seitengasse, Fronbergstraße, Adam-Weiß-Straße waren betroffen.

Am Schweinemarktplatz und in der Kronprinzenstraße gingen Häuser in Flammen auf. Die Wirtschaft „Zum grünen Baum" wurde durch einen Volltreffer völlig zerstört. In der Mitte der Schmalen Straße ging eine Sprengbombe nieder, die arge Verwüstungen anrichtete.

Die Schäden im Fliegerhorst waren nicht beträchtlich, hingegen waren die Lagerhäuser der Genossenschaft „Wüwa" und der Lebensmittegroßhandlung  Hartmann schwer mitgenommen, auch hat es da mehrere Tote gegeben.

Das Wasserleitungsnetz und das oberirdische Stromleitungsnetz waren an vielen Stellen zer­schlagen, auch war die zentrale Luftschutz-Alarmanlage unbrauchbar geworden.

Es kamen 62 Crailsheimer bei diesem Angriff  ums Leben.

Außer­dem wurden 80 bis 100 Personen verwundet.

Der Hitlerjunge Kurt Marquart starb als Flugbeobachter auf dem Rathausturm. Er konnte schwer verletzt nicht geborgen werden.
Der Hitlerjunge Reiner Baumann starb als Melder im Gaswerk.



 

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© Armin Ziegler