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Notabitur

Es ist die  Bezeichnung für Erteilung der Hochschulreife an Schüler vor Ablauf der regulären Schulzeit wegen Einziehung zum Heeresdienst. Schon gegen Ende des Ersten Weltkriegs üblich, wurde das Notabitur auch zu Beginn des Zweiten ermöglicht, nachdem für Jungen schon im Januar 38 (für Mädchen erst 1940) die Oberschulzeit auf acht Jahre verkürzt worden war und bis zum Abitur nur noch zwölf Schuljahre führten.

Das Notabitur wurde mit der "Anordnung über Reifezeugnisse" vom 8. 9. 39 eingeführt, die bestimmte, dass Schüler, die wegen Einberufung die 8. Oberschulklasse vorzeitig verließen, den Reifevermerk nach mündlicher Prüfung erhalten sollten; die schriftlichen Arbeiten wurden erlassen und 1941 verzichtete man auf Prüfung überhaupt.

Ab Februar 42 wurde die Verordnung auf 17-jährige Schüler der 7. Oberschulklasse ausgedehnt und gegen Kriegsende noch großzügiger gehandhabt.

Das war auch in Crailsheim der Fall. So erhielten auch die Luftwaffenhelfer des Jahrgangs 1926 als sie direkt von Ihrem LH-Einsatz eingezogen wurden, das Notabitur.

Alle Notabiture nach dem 1. 1. 43 wurden in Württemberg nach dem Krieg annulliert.

Der Zugang zur Hochschule wurde erst durch ein Vorsemester oder durch ein „echtes“ nachgeholtes Abitur ermöglicht.

Das war in Crailsheim schon 1946 mit dem m ersten Nachkriegsabitur  der Fall.
(siehe  „Abitur 1946“.)

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