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US-Vormarsch im April 1945        - Aus Crailsheimer Sicht:
                                                           Was kommt auf uns zu?

Auszüge aus OKW-Wehrmachtberichten


1. April 1945
Im Maintal zwischen Miltenberg und Wertheim wie an der unteren Tauber sind Kämpfe mit vordringenden Panzerabteilungen im Gange. Angriffe auf Bad Mergentheim scheiterten unter erheblichen Panzerverlusten für die Amerikaner.

2. April
Aus dem Gebiet zwischen Bad Mergentheim und der Rheinebene südlich Heidelberg drückt der Fein weiter nach Süden. In der Rheinebene selbst gelang den Amerikanern ein Einbruch bis Bruchsal.

3. April
Aus dem Spessart vorstoßend haben die Amerikaner ereut den Main bei Lohr erreicht, während sie vor unseren Stellungen westlich Würzburg-Bad Mergentheim liegen blieben. Zwischen Wimpfen am Neckar und Bruchsal konnten die Amerikaner einige Einbrüche erzielen.

4. April
In der Rheinebene südlich Bruchsaal blieben seine Angriffe in unserem Abwehrfeuer liegen. Westlich Wimpfen am Neckar mußte der Gegner vor den Angriffen unserer Gebirgsjäger zurückweichen.

5. April 
Die über Königshofen und Bad Mergentheim nach Wimpfen am Neckar erlaufende Front wurde verstärkt. Nach heftigen Kämpfen gegen unsere Linien zwischen Heilbronn und dem Rhein bei Karlsruhe erzwang der Gegner einzelne Einbrüche.

6. April
Besonders stark war der Druck gestern zwischen Heilbronn und Karlsruhe.
                               (Anmerkung: Crailsheim wurde am 6. April von den US-Truppen besetzt.)
7. April
 Die Besatzung von Würzburg behauptete sich im Nordteil der Stadt.  Unsere Truppen wiesen  an der Jagst örtliche Angriffe zurück. Zwischen Heilbronn, in dem heftig gekämpft wird und Ettlingen in Baden riegelten Panzer und Grenadiere einen tieferen Einbruch ab.

8. April
Bei Bad Mergentheim durchbrach eine Panzergruppe unsere Linien und stieß bis südlich Crailsheim vor. Eigene Gegenangriffe fassten den Gegner in den Flanken und schnitten seine rückwärtigen Verbindungen ab. Zwischen Heilbronn und Ettlingen scheiterten mehrere Angriffe, doch hält der Druck des Gegners nach Süden an.

9. April
Bei Crailsheim sind unsere Gegenangriffe in gutem Fortschreiten. Die Stadt wurde wieder genommen, feindliche Entsatzversuche südlich und südwestlich von Bad Mergentheim abgewiesen.
In Pforzheim eigedrungener Feind wurde aus dem Westteil der Stadt wieder geworfen.

10. April
Im Raum nordwestlich von Crailsheim versucht der Feind, die westlich der Stadt eingeschlossene Kampfgruppe zu entsetzen. Heftige Kämpfe mit unseren zu Gegenangriffen angetretenen Kräfte sind im Gange.

11. April
Crailsheim wechselte gestern in harten Kämpfen mehrmals den Besitzer und blieb schließlich in unserer Hand. Eine nach Nordwesten ausgebrochene feindliche Kampfgruppe wurde in der Flanke gefast und erlitt hohe Verluste. Zwischen Neckar und dem Rhein südwestlich von Karlsruhe kam es zu heftigen Kämpfen, ohne dass sich der Frontverlauf wesentlich veränderte.

12. April.
Südöstlich Würzburg trat der Feind mit zusammengefassten Kräften zum Angriff an. Hier und auch in den Nordausläufern des Schwarzwaldes sind heftige Kämpfe mit dem in unser Hauptkampffeld eingedrungenen Gegner entbrannt.
Bei Crailsheim warfen unsere Truppen die Amerikaner in schwungvollen Gegenangriffen weit nach Norden und Nordwesten zurück.

13. April
Gegenangriffe festigten im Brettach und Jagst-Abschnitt

14. April
Zu schweren Kämpfen kam es im Main-Dreieck bei Bamberg. Der Gegener drang in die Stadt ein. Der Druck gegen unsere Front zwischen Neustadt an der Aisch und Heilbronn hat sich verstärkt. Auch im nördlichen Schwarzwald und in der Rheinebene südlich Rastatt setzte der gegner seine Angriffe fort. Die tapfere Besatzung von Rastatt ist nach heldenhaftem Kampf der feindlichen Übermacht erlegen.

15. April
In der fränkischen Schweiz entwickelten sich heftige Begegnungsgefechte. Durchgedrungene Panzerrudel drangen in Bayreuth ein. Einbrüche südwestlich Bade-Baden.

16. April
Unsere Front zwischen Neurath an der Aisch und dem Neckar südlich Heilbronn hielt starken Angriffen stand. Heftige Kämpfe im Schwarzwald beiderseits Wildbad und in der Rheinebene östlich Kehl mit dem nach Süden angreifenden Gegner.

17. April
Die auf breiter Front zwischen Bayreuth und Heilbronn angreifende 7. Amerikanische Armee konnte in den Raum Lauf und Erlangen vorstoßen. Im Nordostteil des Schwarzwaldes setzte

der Feind seine Anstrengungen fort, die Straßen nach Süden zu öffnen.

18. April
Südwestlich Bayreuth warfen unsere Truppen den Gegner zurück, konnten jedoch den Vorstoß in den Raum Nürnberg nicht verhindern. In der Stadt wird gekämpft.

19. April
Die aus dem Nagold-Tal nach Osten angreifenden Feindlichen Bataillone wurden vor den Höhen vor Bad Liebenzell zurückgeworfen. Weiter südlich dagegen erzielte der Gegner dagegen mehrere Einbrüche.

20. April
Zwischen Nürnberg und Ansbach sind Gegenangriffe im Gang. Die Besatzung von Nürnberg steht im Stadtkern im schwerenAbwehrkampf.
Zwischen Crailsheim und dem Neckar südlich Heilbronn angreifende Infanterie- und Panzerverbände blieben kurz nach Verlassen ihrer Ausgangsstellungen. Lediglich westlich von Schwäbisch Hall erzwang der gegner einen tieferen Einbruch in den Mainhardter Wald.

21. April
Die in den Mainhardter Wald vorgestoßenen feindlicvhen Kräfte erreichten mit Aufklärungsverbänden den Raum Göppingen. Gleichzeitig verstärkte sich der Druck gegen die Linie Heilbronn-Pforzheim.

22. April
Zwischen eumarkt in der fränkischen Alb und dem Raum von Crailsheim scheiterten erneut Durchbruchsversuche der Amerikaner nach einigen Kilometern Bodengewinn am tapferen Widerstand unserer Truppen. Der Zusammenhang der Front blieb gewahrt.
Im Großraum Stuttgart nahmen die heftigen Kämpfe mit den zur Umfassung angestzten feindlichen Divisionen ihren Fortgang.

23. April
Im württembergisch-badischen Raum hat sich die Lage gestern verschärft. Überlegene Panzerkräfte der 7. Amerikanischen Armee und gaullistische Verbände haben unsere Front nach heftigen Kämpfen in mehrere Abschnitte aufgerissen und im Vorstoss nach Süden die Donau zwischen Dillingen und Donaueschingen an einigen Stellen erreicht.
 
24. April
In Süddeutschland richtete sich der hauptdruck der Amerikaner nach Südosten gegen den Nordteil des Bayrischen Waldes.

25. April
Die in den Nordteil des Bayrischen Wald vorgestoßene amerikanischen Panzerkampfgruppe erreichte Cham.

26. April
Die Bewegungskämpfe im württembergisch-badischen Raum dauern an. FEINDLICHE Infanterie wurde südwestlich Ulm und im Raum Tuttlingen zum Kampf gestellt.

27. April
In Süddeutschland hielt der starke feindliche Druck gegen die Donaulinie von Deggendorf bis Ulm an.

28. April
An der Donau drang der Feind in Regensburg und Ingolstadt ein.

29. April
In Oberschwaben drückte der Feind gegen die Linie Augsburg-Memmingen.

30. April
In Niederbayern konnte der Feind zwischen Isar und Donau weiter nach Süden rau gewinnen.
Panzerspitzen stehen nördlich Landshut zwischen freising und Dachau. In Oberschwaben gingen Augsburg und Kempten verloren.

Am 2. Mai

gibt der Wehrmachtsbericht bekannt:
„An der Spitze der heldenmütigen Verteidiger der Reichshauptstadt ist der Führer gefallen. Von dem Willen beseelt, sein Volk und Europa vor derVernichtung durch den Bolschewismus zu retten hat er sein Leben geopfert. Dieses Vorbild „getreu bis zum Tod“ ist für alle Soldaten verpflichtend.

Im Stadtkern von München halten erbitterte Straßenkämpfe an. 

Der letzte Wehrmachtbericht erschien am 9. Mai:
 „Seit Mitternacht schweigen nun an allen Fronten die Waffen. Auf Befehl des Großadmirals hat die Wehrmacht den aussichtslos gewordenen Kampf eingestellt. … Die deutsche Wehrmacht ist am Ende einer gewaltigen Übermacht ehrenvoll erlegen.“




 

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