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OKW-Berichte März 1945                        US-Vormarsch  aus  Crailsheimer Sicht
                                                                     Was kommt auf uns zu?

Das Oberkommando der Wehrmacht veröffentlichte täglich um die Mittagszeit den sogenannten Wehrmachtsbericht, der das Kriegsgeschehen des vorigen Tages darstellte. Am Tag darauf stand er in der Zeitung.

Er galt als weitgehend Tatsachen berichtend, wenn auch  in propagandistischer Wortwahl. Wer dann noch die zwar verbotenen ausländische Sender hörte, konnte sich auch im Krieg über die Situation jenseits der propagandistisch stärker aufgemachten Zeitungen informieren.

In den hier wiedergegebenen Inhaltsauszügen geht es unter Weglassung anderer Nachrichten nur um den Vormarsch der Amerikaner wie man ihn in Crailsheim im März/April 1945  auch  nur  NSQuellen nutzend  „auf sich zukommen sah“. 

Auszüge:

1. März
Mit dem Gegner, der aus seinem Brückenkopf an der unteren Saar in südlicher Richtung angreift, sind heftige Kämpfe südlich Trier im Gange.

2. März
Südlich und östlich Trier sind heftige Kämpfe mit den aus ihrem Brückenkopf an der unteren Saar vorgebrochenen feindlichen Panzern im Gange.

3. März
Heftige Kämpfe in und um Trier.

4. März
Im Westen dauert die Materialschlacht nach Zuführung feindlicher Kräfte in unverminderter Stärke an.

5. März
Im Brückenkopf südlich Saarbrücken wird im Abschnitt Forbach und Stirnig-Wendel um Bunker und Feldbefestigungen gekämpft.

6. März
Die Stellungskämpfe bei Stirnig-Wendel und Forbach dauern an.

7. März
Zwischen Kyll und Mosel konnte der Feind mit einem Panzerkeil  unsere Front durchstoßen.

8. März
An der unteren Kyll örtlich angreifender Gegner blieb in unsrem Hauptkampffeld liegen.
In den unteren Vogesen brachen feindliche Vorstöße in unserem Feuer zusammen.

9. März
Im Rhein-Mosel-Dreieck gewannen die feindlichen Panzer vor allem gegen die untere Mosel Boden.

10. März
Die Reste der Besatzung von Bonn sind nach tapferen Widerstand dem Gegener erlegen.

11. März
Nach wochenlangem heldenhaften Widerstand westwärts des Rheins wurden unsere Truppen befehlsgemäß aus dem Brückenkopf Wesel auf das Ostufer des Rheins zurückgenommen.

12. März
Im Unterelsass scheiterten feindlich Aufklärungsvorstöße.

13. März
Östlich Remagen warfen die Amerikaner weitere Kräfte in den Kampf, um die Ausweitung ihres Brückenkopfes zu erzwingen.,

14. März
Bei Remagen konnten die amerikanischen Diisionen in fortgesetzten Angriffen nach erbitterten Orts- und Waldkämpfen unsere Stellungen geringfügig zurückdrängen.

15. März
Gegen unsere Front westlich des Rheins ist der Feind an der Mosel, an der Saar und im Unterelsass zu Großangriff angetreten.

16. März
Die starken Angriffe der Amerikaner aus dem Brückenkopf Remagen wurden in erbitterten Ortskämpfen zum Stehen gebracht, Im Abschnitt nordöstlich von Honnef konnte der Feind tiefer in unser Hauptkampffeld eindringen.
Die Kämpfe im Schwärzwälder Hochwald ( südostwärts Trier) dauern an.

17. März
Die Schlacht zwischen Mosel, Saar und Rhein hat weiter an Ausdehnung zugenommen.
Im Raum südlich Saarburg hält der Druck der Amerikaner in südlicher Richtung an.

18. März
Die Schlacht zwischen Mosel, Saar und  Rhein dauert an. Den Einbruchsraum um Bad Kreuznach versuchte der Feind nach Osten und Südwesten mit neu herangeführten Truppen zu erweitern.

Im Anhang wird die standgerichtliche Verurteilung und Hinrichtung mehrerer namentlich genannter Offiziere berichtet, die die Brücke von Remagen nicht entschlossen genug verteidigten und nicht sprengten.

19. März
Die Amerikaner erweitern den Brückenkopf von Remagen. Am Lauf der Nahe sind heftige Kämpfe um Übergänge im Gange. Bad Kreuznach ging nach heftigen Kämpfen verloren.

20. März
Zwischen Rhein und Pfälzer Bergland dauern schwere Kämpfe mit den über die Nahe vorgedrungenen feindlichen Panzern an.
Koblenz verteidigt sich gegen den von allen Seiten angreifenden Feind.

21. März
Die schwache Besatzung von Koblenz wurde über den Rhein zurückgenommen. Der Feind drang in Kaiserslautern ein, schwer Kämpfe sind im Gang.

22. März
In Worms wird erbittert gekämpft.
Kämpfe mit dem aus dem Raum Kaiserslautern vorstoßenden Feind, der nach Süden drängt.

 

23. März
Die Amerikaner konnten in Worms eindringen.
Im Raum von Landau und im am Pfälzer Wald sind schwere Kämpfe im Gang.

24. März
Der Feind drang ins Stadtinnere von Ludwigshafen vor. Die Besatzung von Mainz wurde auf die andere Seite des Rheins zurückgezogen.

25. März
Zwischen Speyer und Lauterburg im Unterelsass stehen unsere Divisionen im Abwehrkampf um Germersheim und Wörth.
Im Rücken unserer Stellungen am Niederrhein sind gestern die Engländer aus der Luft gelandet. Die Amerikaner setzten zwischen der unteren Lippe und der unteren Ruhr stärkere Kampftruppen aus der Luft ab.

26. März
Zwischen Worms und Ludwigshafen hat der Feind den Rhein überschritten.

27. März
Im Raum östlich Wesel ist dem Feind  die Bildung eines tieferen Brückenkopfes gelungen.
Im Südteil Frankfurts wird gekämpft. Offenbach ging verloren.

28. März
An der Bergstraße sowie zwischen Weinheim und Mannheim kamen die feindlichen Angriffe zum Stehen.

29. März
Im nördlichen Odenwald nahm der Feind Mittelstadt und an der Berstraße vorstoßend Weinheim. Östlich Mannheim gewannen Angriffe des Gegners Boden.

30. März
Bei Seligenstadt konnten die Amerikaner ihren Main-Brückenkopf geringfügig erweitern. Im Odenwald wird östlich der Straße Michelstadt- Eberbach und am unteren Neckar gekämpft.

31. März
Die Amerikaner sind in Heidelberg und in Schwetzingen eingedrungen.



 

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